Der Posthalter Franz Didier aus Kaiserslautern ließ zu Beginn der 1770er-Jahre in der Gemarkung Imsbach im Bereich des sogenannte Breitenfeldes Schürfungen nach Eisenerzen durchführen. Dieses Gebiet liegt am südlichen Ende der Eisenerzgänge vom Langenthal. Nachdem Didier entsprechende Erze erschürft hatte, beantragte er 1775 bei der zuständigen kaiserlich-österreichischen Behörde die Genehmigung zur Gewinnung. Die Erbbelehnung wurde ihm noch im November des gleichen Jahres erteilt: für den Abbau von Eisenerzen im (damaligen) Forst und Hofbann Hahnweiler (heute Teile der Gemarkungen Börrstadt und Imsbach).

Freilegung der Stollenmundlochs im Jahre 2005.
Freilegung der Stollenmundlochs im Jahre 2005.

Didier ließ anschließend im Bereich eines aufgefundenen Erzganges eine etwa 30 Meter tiefe Schachtgrube abteufen. Die daraus geförderte Erzmenge war vermutlich nicht sehr groß, denn schon bald wurden die Arbeiten in der Grube wieder eingestellt. Der damalige Name der Grube ist nicht überliefert.

130 Jahre später, im August 1902, erhielt der Bergingenieur Salentiny erneut eine Konzession für das alte Bergwerksfeld, das nun den Namen Maria erhielt (OBA Saarbrücken, Mutungsakten 1902). Das Feld Maria kam schon bald darauf in den Besitz einer Gewerkschaft 'Hochfels', die den alten Hauptschacht und die von ihm aus angelegten Strecken wieder aufwältigen ließ. Die aufgefundenen Erze waren nicht bauwürdig und die Arbeiten wurde wiederum nach kurzer Zeit eingestellt.

Erst 1921 nahm ein neuer Besitzer, das Stahlwerk Becker aus Wittlich, die Arbeiten in der Grube wieder auf. Es wurde nur wenig südöstlich der Weißen Grube ein tiefer Untersuchungs-Stollen angesetzt und auf einer Länge von rund 250 m quer durch das Gebirge getrieben. Von Süden her wurde der schon vorhandene obere Stollen nach Norden verlängert und nach rund 100 m mit einem Blindschacht mit dem 10 m tieferen neuen Stollen verbunden. Da beide Stollen keine Erzmittel aufschlossen wurde der Betrieb in der ersten Hälfte des Jahres 1923 wieder - jetzt endgültig - eingestellt.

1941 fanden die letzten bergmännischen Aktivitäten statt. Die kurze, nach Süden gerichtete Seitenstrecke des unteren Stollens wurde zwecks Nutzung als Sprengstoffmagazin erweitert.

Rund 60 Jahre war die Grube Maria unbeachtet geblieben. In dieser Zeit rutschten die Stolleneingänge mit metermächtigem Hangschutt zu.

Blick ins Stollensystem der Grube Maria.
Blick ins Stollensystem der Grube Maria.

Im Jahre 2000 war es soweit: neues Leben kam in die vergessene unterirdische Welt. Die Verwaltungen der Ortsgemeinde Imsbach und der Verbandsgemeinde Winnweiler beschlossen, gemeinsam mit der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises und dem Verein Pfälzisches Bergbaumuseum Imsbach den Ausbau der Grube Maria zum Besucherbergwerk anzugehen.

Dank finanzieller Unterstützung dieses Projekt aus EU-Mitteln (Fördermittel des Landes Rheinlandpfalz) und der Sparkasse Donnersberg konnte im Jahr 2003 mit ersten Bauarbeiten in der Grube begonnen werden. Die laufenden Arbeiten wurden weiterhin großzügig unterstützt mit Materialspenden durch die Firma 'Basalt AG' (Kirn). Fachmännische Unterstützung der untertägigen Arbeiten kam von Profis, Mitgliedern der 'Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein' aus Kamp-Lintfort.

So ist es denn seit März 2006 möglich, in der rund 230 Jahre alten Grube 'Maria' die Spuren der verschiedenen Bergbauperioden zu erforschen und umfassende Informationen über den lange Zeit für Imsbach wirtschaftlich so wichtigen Eisenerzbergbau zu erhalten.

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